Teddybär nähen: kostenloses Schnittmuster für ein sicheres Kuscheltier

Ein selbst genähtes Kuscheltier ist ein Geschenk, das jahrelang bleibt. Und es ist leichter zu nähen, als du denkst. Dieser Teddybär besteht aus einem einzigen Schnittteil, das du zweimal zuschneidest, einem Gesicht aus Filz und einer Handvoll Füllung. Keine losen Arme, keine komplizierten Nähte. In anderthalb Stunden sitzt er bereit für Nikolaus, Weihnachten oder als Geschenk zur Geburt.
Mit dem kostenlosen Schnittmuster unten nähst du einen Bären von etwa 21 cm aus einem Stück Minky Fleece von 25 × 40 cm. Das Gesicht wird aufgenäht oder aufgestickt, ohne Knöpfe oder Plastikaugen. So ist er auch für die Allerkleinsten sicher.
Kostenloses Schnittmuster herunterladen (PDF)
Das brauchst du
- Ein Stück Minky Fleece von 25 × 40 cm (8,95 € pro Meter, 150 cm breit). Aus einem Meter bekommst du etwa vierzehn Bären.
- Bastelfilz in drei Farben für Schnauze, Nase und Innenohren. Reste reichen.
- 100 bis 120 Gramm Füllwatte aus Polyester. Mit einem Beutel von 1000 Gramm füllst du acht bis zehn Bären.
- Nähgarn in der Stofffarbe und schwarzes Garn für Augen und Mund
- Eine Nähmaschinennadel 80/12 (für Teddy lieber 90/14), eine Handnadel, Stoffklammern, Kreide und eine scharfe Schere
Welcher Stoff eignet sich am besten für ein Kuscheltier?
- Minky Fleece: der klassische Kuscheltierstoff. Superweich, kurzer Flor, franst nicht aus und ist waschbar. Unsere Wahl für diesen Bären.
- Teddy: wollig und gelockt, für einen richtigen „alten" Teddybären. Etwas dicker, also an den Ohren langsam nähen. Mehr dazu in Was ist Teddystoff?
- Nicki Velour: weich und dünn, schön für ein Babykuscheltier. Er dehnt sich aber, also nimm einen Stretchstich oder einen schmalen Zickzack.
Achte auf den Strich. Minky und Teddy haben eine Richtung, in der der Flor liegt. Streich mit der Hand über den Stoff: Die Richtung, in der er sich glatt anfühlt, ist „mit dem Strich". Schneide beide Teile so zu, dass der Strich vom Kopf zu den Pfoten verläuft. Dann fühlt sich der Bär beim Streicheln weich an.
Das kostenlose Schnittmuster
Das Schnittmuster hat zwei DIN-A4-Seiten. Auf Seite 1 stehen das Material, der Sicherheitshinweis und die Filzteile in Originalgröße. Seite 2 ist der Körper des Bären in Originalgröße, mit Schnittlinie, Nahtlinie, Wendeöffnung, der Stelle für das Gesicht und Pfeilen, wo du einschneiden musst. Drucke mit 100 % und miss das Kontrollquadrat: Es muss genau 5 × 5 cm groß sein.

Schritt 1: Zuschneiden
Schneide das Schnittmuster aus und lege es auf die linke Seite des Stoffes, mit dem Pfeil in Strichrichtung. Zeichne den Umriss mit Kreide nach und schneide Teil A zweimal zu. Weil der Bär symmetrisch ist, musst du das Schnittmuster nicht umdrehen.
Schneide die Filzteile ohne Nahtzugabe aus: eine Schnauze (B), eine Nase (C) und zwei Innenohren (D). Für die Augen (E) kannst du kleine Filzkreise schneiden oder sie später sticken.
Tipp: Minky fusselt beim Zuschneiden. Schneide mit kleinen Schnitten nur durch die Rückseite des Stoffes und nicht durch den Flor. Schüttle die Teile danach kurz aus oder geh mit einer Fusselrolle darüber.
Schritt 2: Das Gesicht
Das machst du, bevor du den Bären zunähst, denn danach kommst du nicht mehr heran. Die gestrichelten Linien im Schnittmuster zeigen, wo alles hinkommt.
- Stecke die Schnauze (B) auf das Vorderteil und nähe sie rundherum mit kleinen Handstichen oder einem schmalen Zickzack fest.
- Nähe die Nase (C) auf die Schnauze.
- Mach die Augen: Nähe zwei Filzkreise auf oder sticke sie mit schwarzem Garn im Plattstich.
- Sticke mit ein paar Stichen einen Mund unter die Nase.
- Nähe die Innenohren (D) in die Ohren des Vorderteils.

Schritt 3: Auflegen und rundum nähen
Lege Vorder- und Rückteil rechts auf rechts. Setze rundherum Klammern, an den Ohren ein paar mehr. Stecknadeln gehen auch, aber Minky rutscht gern: Klammern halten besser.
Nähe rundherum mit 1 cm Abstand zur Kante und einer Stichlänge von 2,5 bis 3 mm. Beginne und ende an der Markierung der Wendeöffnung an der Seite: Dort bleiben 6 cm offen. Verriegle an beiden Enden gut, denn dort ziehst du später beim Wenden. Nähe langsam um Ohren und Pfoten und lass die Nadel unten, wenn du drehen musst.
Schritt 4: Einschneiden
Im Schnittmuster stehen Pfeile an den Ohren, den Achseln und zwischen den Beinchen. Schneide dort die Nahtzugabe ein, bis knapp vor die Naht, aber nicht hinein. In den nach außen gewölbten Rundungen (Oberseite der Ohren, Pfoten) schneidest du kleine Dreiecke aus der Nahtzugabe. So werden die Rundungen glatt und der Stoff verzieht sich nicht.
Schritt 5: Wenden und füllen
Wende den Bären durch die Wendeöffnung auf die rechte Seite. Drücke Ohren und Pfoten vorsichtig mit dem Ende eines Bleistifts oder einer Stricknadel aus. Fahre mit einer Stecknadel an der Naht entlang, um den Flor herauszuzupfen; dann verschwindet die Naht fast ganz.
Fülle den Bären mit Füllwatte. Beginne mit kleinen Flocken in den Ohren und Pfoten und arbeite dich zur Mitte vor. Kleine Flocken ergeben ein gleichmäßiges, festes Kuscheltier ohne Klumpen. Für einen Bären von 21 cm brauchst du etwa 100 bis 120 Gramm. Ein Kuscheltier für ein Baby darf etwas weicher gefüllt sein.
Schritt 6: Zunähen
Schlag die Nahtzugabe der Öffnung nach innen und nähe sie mit dem Matratzenstich zu: Stich immer abwechselnd ein paar Millimeter in den Bruch auf der einen und dann auf der anderen Seite. Zieh den Faden an, und die Öffnung schließt sich unsichtbar. Vernähe, indem du ein paar Mal an derselben Stelle stichst und den Faden durch den Bären hindurch abschneidest.
Ein sicheres Kuscheltier für kleine Kinder
- Keine Knöpfe, Perlen oder Plastikaugen für Kinder unter drei Jahren. Kleine Teile können sich lösen und verschluckt werden. Ein Gesicht aus Filz oder Stickerei ist genauso süß.
- Fest nähen: eine Stichlänge von 2,5 bis 3 mm und doppelt verriegeln an der Wendeöffnung.
- Nähte kontrollieren ab und zu, vor allem wenn das Kuscheltier viel geknuddelt und gewaschen wird.
Varianten mit demselben Schnitt
- Andere Tiere: Runde Ohren machen einen Bären. Zeichne längere Ohren für einen Hasen oder spitze Öhrchen für eine Katze. Der Rest bleibt gleich.
- Zwei Stoffe: ein Bauch aus Minky oder Teddy in einer Kontrastfarbe, oder eine Rückseite aus einem bedruckten Stoff.
- Größer oder kleiner: Vergrößere das Schnittmuster beim Drucken auf 130 % für einen Bären von etwa 27 cm, oder verkleinere es auf 75 % für einen Schlüsselanhänger. Passe Füllung und Stoff entsprechend an.
- Mit Namen: Sticke einen Namen oder ein Datum auf die Rückseite, als Geschenk zur Geburt.
Noch Füllung übrig? Nimm sie für ein selbst genähtes Kissen.
Kostenloses Schnittmuster herunterladen (PDF)
Häufige Fragen
Welcher Stoff ist am besten für ein Kuscheltier?
Minky Fleece ist der beliebteste Kuscheltierstoff: superweich, waschbar und er franst nicht aus. Teddy wirkt wolliger und klassischer, Nicki Velour ist dünn und weich, dehnt sich aber mehr.
Wie viel Füllung brauche ich für ein Kuscheltier?
Für diesen Bären von etwa 21 cm reichen 100 bis 120 Gramm Füllwatte aus Polyester. Mit einem Beutel von 1000 Gramm füllst du also acht bis zehn Bären.
Ist ein selbst genähtes Kuscheltier sicher für ein Baby?
Verwende für Kinder unter drei Jahren keine Knöpfe, Perlen oder Plastikaugen, sondern ein Gesicht aus Filz oder Stickerei. Nähe fest mit kurzem Stich, verriegle gut und kontrolliere die Nähte regelmäßig.
Kann ich ein Kuscheltier aus Minky Fleece waschen?
Ja. Minky Fleece und Füllwatte aus Polyester können bei 30 bis 40 °C gewaschen werden, am besten in einem Wäschenetz. Nicht in den Trockner, und gut trocknen lassen, bevor wieder gekuschelt wird.
Wie nähe ich Minky, ohne dass er verrutscht?
Nimm Klammern statt Stecknadeln, eine etwas längere Stichlänge von 2,5 bis 3 mm und nähe langsam. Ein Obertransportfuß hilft zusätzlich. Schneide Minky nur durch die Stoffrückseite, dann bleiben die Fussel überschaubar.









