Welche Stoffe für Hoodies und Sweater: Brushed Fleece, French Terry und GSM erklärt

Letzte Woche rief ein Kunde an, der gerade eine neue Kollektion Hoodies plant. Er hatte drei Musterrollen vor sich liegen, alle als "Fleece" beschriftet, alle komplett unterschiedlich in Griff und Gewicht. Seine Frage war simpel: welcher Stoff ist jetzt der richtige für Sweater, und woran erkennt man das eigentlich, bevor man eine ganze Partie bestellt. Genau darum geht es in diesem Beitrag: brushed fleece im Vergleich zu French Terry, was GSM wirklich bedeutet und warum 2- oder 3-Thread und die Baumwollmischung am Ende über die Haptik der fertigen Ware entscheiden. Wer sich noch nicht zwischen den Grundtypen entschieden hat, findet einen guten Überblick in unseren fleece stoffe.
Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen brushed fleece und French Terry?
Beide starten als Strickware mit Schlaufen auf der Rückseite, das ist die Gemeinsamkeit. Der Unterschied entsteht in der Nachbehandlung. Bei French Terry bleiben die Schlaufen offen und unbehandelt, man sieht die kleine Struktur noch deutlich. Bei brushed fleece werden diese Schlaufen aufgebürstet, dadurch entsteht die weiche, flauschige Innenseite, die für klassische Hoodies so typisch ist. Für Kunden, die den unbehandelten Loop-Look wollen, empfehle ich immer erst einen Blick in unseren french terry stoff, für den weichen, angerauhten Griff geht man dann Richtung Fleece-Sortiment.
Welches Gewicht brauche ich für einen Hoodie, der auch im Winter warm hält?
Hier wird es konkret. Leichtere Qualitäten eignen sich für Übergangssweater oder Zip-Hoodies, die eher als Layering-Stück gedacht sind. Schwerere Qualitäten geben mehr Stand und Wärme, das merkt man vor allem an Bündchen und Kapuze, die dann nicht so schnell ausleiern. Wer eine Kollektion für mehrere Jahreszeiten plant, lohnt es sich, zwei Gewichtsklassen parallel im Sortiment zu führen, statt einen Kompromissstoff für alles zu nehmen. Das zahlt sich bei größeren Serien aus, weil Kunden den Unterschied im Tragen sofort spüren.
Was bedeutet 2-Thread und 3-Thread konkret für meine Produktion?
Die Bezeichnung sagt aus, mit wie vielen Fäden gestrickt wird. Bei 2-Thread arbeitet man mit Grundfaden und Schlaufenfaden, das Ergebnis ist leichter und dünner. Bei 3-Thread kommt ein zusätzlicher Bindefaden dazu, der die Schlaufen fester im Gewebe verankert. Das macht den Stoff stabiler beim Zuschnitt und in der Verarbeitung, gerade bei größeren Schnittteilen wie Kapuze und Vordertaschen merkt man das. Für Einkäufer heißt das: 3-Thread-Qualitäten laufen in der Regel gleichmäßiger durch die Zuschnittmaschine, weil sie weniger zu Kantenrollen tendieren.
Ist 100% Baumwolle besser als eine Mischung mit Elasthan oder Polyester?
Das kommt ganz auf das Endprodukt an. Reine Baumwolle atmet gut und fühlt sich natürlich an, neigt aber je nach Bindung eher zum Einlaufen. Eine Mischung mit Polyester gibt mehr Formstabilität über viele Waschgänge, ein Anteil Elasthan sorgt für Rückstellvermögen an Bund und Ärmel. Für klassische Oversize-Hoodies ohne Stretch-Anspruch reicht eine hochwertige Baumwollqualität oft völlig aus. Wer zusätzlich Struktur im Bündchen sucht, schaut sich am besten unseren ripp loop terry stoff an, der genau für diese Kombination aus Terry-Optik und Rippstruktur gemacht ist.
Und wenn ich einen richtig kuscheligen Wintersweater will, was dann?
Dann sind wir schon fast bei der nächsten Kategorie. Klassischer brushed fleece ist flauschig, aber ein echter Teddy- oder Polar-Fleece geht noch eine Stufe weiter in Volumen und Wärme. Für Kapuzenjacken mit Fütterungscharakter oder für Homewear-Kollektionen lohnt sich ein Blick auf polar fleece stoffe oder auf teddystoff meterware, je nachdem ob eher ein glatter Außenlook oder ein Doubleface-Effekt gewünscht ist.
Was ich Kunden an der Theke immer mitgebe
Am Ende jedes Beratungsgesprächs sage ich meist dasselbe: bestellt lieber ein Musterset von zwei oder drei Gewichtsklassen, bevor die ganze Kollektion auf einer einzigen Qualität aufgebaut wird. Der Unterschied zwischen einer leichteren und einer schwereren Ware fühlt sich auf der Rolle oft kleiner an, als er es am fertigen Hoodie ist. Und wer zwischen Baumwolle und Mischgewebe schwankt, sollte einfach beide Varianten einmal waschen und wieder anfassen, das sagt mehr als jedes Datenblatt. Für alle, die noch weiterstöbern wollen, lohnt sich auch ein Rundgang durch unsere jersey stoffe, da finden sich oft passende Bündchenqualitäten zur Sweaterware dazu.
Häufige Fragen
Was heißt GSM und warum ist es beim Einkauf wichtig?
GSM steht für Gramm pro Quadratmeter und beschreibt das Flächengewicht der Ware. Es ist der zuverlässigste Wert, um Partien miteinander zu vergleichen, weil Griff und Optik täuschen können, das Gewicht aber messbar bleibt.
Kann ich brushed fleece und French Terry im selben Schnitt kombinieren?
Ja, das wird häufig gemacht, zum Beispiel Terry außen und angerauhte Innenseite als separates Futter. Wichtig ist nur, dass beide Qualitäten ähnlich fallen, damit die Nahtstellen an Kapuze und Bund nicht unterschiedlich arbeiten.
Läuft brushed fleece stärker ein als French Terry?
Das hängt stärker von der Faserzusammensetzung als von der Ausrüstung ab. Eine reine Baumwollqualität verhält sich unabhängig davon, ob sie angeraut ist oder nicht, meist ähnlich beim ersten Waschgang, ein Mischgewebe ist grundsätzlich stabiler.











